Heimat – ein Gefühl von Verbundenheit, Wurzeln und innerer Natürlichkeit
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Heimat ist mehr als ein Ort.
Heimat ist ein Gefühl. Ein leiser Ton in uns, der wieder anklingt, sobald wir vertraute Wege betreten, bekannte Stimmen hören oder den Duft von Wald und Bergluft einatmen. Heimat ist das, was uns im Herzen hält – und gleichzeitig das, was uns wachsen lässt.
Gerade hier im Alpenraum spüre ich diese Verbindung besonders stark. Die Berge formen uns. Sie geben Halt, schenken Weitblick und laden uns ein, immer wieder zu uns selbst zurückzukehren. Ihre Kraft ist still und doch unübersehbar. Wer in den Alpen lebt oder sie liebt, kennt dieses Gefühl: Man steht da, atmet tief ein, und irgendetwas in einem wird weit, klar, echt.
Wurzeln und Verwurzelung – warum sie so wichtig sind
Wir alle tragen Wurzeln in uns.
Wurzeln, die aus Erinnerungen bestehen, aus Geschichten unserer Familien, aus Traditionen und kleinen Gewohnheiten, die uns ein Leben lang begleiten. Sie geben uns Stabilität – besonders dann, wenn unser Alltag sich schnell dreht, wenn wir Neues wagen oder Veränderungen bevorstehen.
Verwurzelung bedeutet nicht Stillstand.
Es bedeutet, zu wissen, woher wir kommen, um zu wissen, wohin wir gehen können. Sie ist unsere innere Erdung, unser natürlicher Ankerpunkt. Und je tiefer wir uns selbst kennen, desto freier werden wir im Außen.
Was die Umgebung mit uns macht
Unsere Umgebung prägt uns mehr, als wir oft wahrnehmen.
Der Klang einer Sprache, die Farben einer Landschaft, die Art, wie Menschen einander begegnen – all das formt Identität. In den Alpen spürt man dieses Miteinander besonders: ein gemeinsames Verständnis für Natur, für Einfachheit, für Echtheit.
Es ist eine Kultur, in der klare Luft, Holzduft, kühle Bergbäche und jahrhundertealte Bräuche das innere Zuhause mitgestalten.
Über Sprache, Tracht und Identifikation
Sprache ist eines der stärksten Bänder der Verbundenheit. Ein Dialekt kann ein ganzes Lebensgefühl ausdrücken. Auch die Tracht erzählt Geschichten: über Frauen, Familien, Regionen und Zeiten. Sie ist Kleidung, aber auch Identität, Ausdruck von Stolz, Zugehörigkeit und Schönheit.
Genau diese Symbolkraft fasziniert mich so sehr.
Tracht verbindet – sie schafft ein „Wir“, ohne Worte.
Warum meine Zeichnungen genau dieses Gefühl ausdrücken sollen
Mit meiner neuen Serie der Damen in Tracht, die mit verträumtem Blick in die Berge stehen, möchte ich all diese Aspekte sichtbar machen:
Verbundenheit. Weiblichkeit. Wurzeln. Ankommen in sich selbst.
Diese Frauen sind mehr als Figuren in Tracht – sie sind Sinnbilder für Sehnsucht und innere Heimat. Sie stehen für dieses leise, warme Gefühl, wenn Tradition und Moderne sich berühren und etwas in uns zum Schwingen bringen.
Ihr Blick in die Berge ist auch ein Blick in die eigene Tiefe – dorthin, wo unsere Wurzeln liegen und unsere echte Kraft beginnt.
Heimat als Einladung
Heimat ist kein Ort, der uns festhält.
Heimat ist ein Ort, der uns trägt.
Sie erinnert uns daran, wer wir sind, und schenkt uns den Mut, unseren Weg aufrecht, bewusst und verbunden zu gehen.
Mit meinen Zeichnungen möchte ich genau dazu inspirieren:
Dich an deine eigenen Wurzeln zu erinnern. Dich zu verbinden. Dich zu spüren. Und vielleicht einen Moment innezuhalten – so wie man es tut, wenn man in die Stille der Berge blickt.



