Unverblümt – die Trachtenzeichnung mit dem Blumenmuster
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Manchmal sagt ein Muster mehr als Worte. In meinem Werk „Unverblümt“ entsteht gerade eine Frau in Montafoner Tracht – ihr Gesicht bleibt verborgen, denn es geht nicht um die Identität, sondern um die stille Präsenz, die aus Erfahrung, Herkunft und Tradition wächst. Jede Linie, jeder kleine Blumenstempel erzählt von Bewegung, Erinnerung und innerer Stärke.
Die Tracht ist überladen mit Blumenmustern, die Linien fließen dicht und üppig – und dennoch entsteht eine Balance, eine innere Ordnung. Dieses Werk lädt dazu ein, Haltung, Stärke und Identität zu spüren, ohne dass etwas erklärt wird. Es ist ein stiller Dialog zwischen Innen und Außen, zwischen gelebter Identität und Wahrnehmung.
Für mich ist das Zeichnen solcher Details ein Moment, in dem Ruhe, Präsenz und Flow zusammenkommen. Es ist die stille Freude daran, wie Linien, Formen und Muster wirken, noch bevor das Werk überhaupt fertig ist. Schon in dieser Entstehungsphase zeigen sich die ersten Resonanzen – Menschen bleiben stehen, betrachten, lassen sich von den Linien tragen.
„Unverblümt“ ist ein Werk, das den Fluss der Muster feiert und die Präsenz der dargestellten Frau spürbar macht. Es erinnert daran, dass Kunst nicht immer laut sein muss, um zu wirken – sie kann ruhig, dicht und kraftvoll zugleich sein.





