Vom Like zum Kaffee

Vom Like zum Kaffee

Warum ich soziale Medien eigentlich nicht mag – und trotzdem hier bin

Ich sage es ganz ehrlich:
Ich mag soziale Medien nicht besonders.

Und das, obwohl ich selbst unglaublich viel Content kreiere.
Obwohl ich Reels aufnehme, Beiträge schreibe, Einblicke teile.
Obwohl ich weiß, dass viele von euch genau darüber zu mir gefunden haben.

Aber genau hier beginnt der Zwiespalt.

Dieses endlose Scrollen

Wir verbringen Stunden damit, durch Feeds zu scrollen.
Wir suchen nach Inspiration.
Nach Ideen.
Nach Austausch.

Und am Ende?

Fühlen wir uns oft leerer als vorher.

Zwischen perfekt inszenierten Leben, KI-generierten Bildern, künstlichen Trends und immer kürzeren Videos wird es zunehmend schwer, noch das Echte zu erkennen.

Deshalb ist es mir so wichtig, hier bewusst etwas anderes zu tun.

Wenn ich Inhalte teile, dann nicht, um laut zu sein.
Nicht, um im Algorithmus zu gewinnen.
Sondern um etwas Echtes beizutragen.

Etwas, das bleibt.
Etwas, das berührt.

„Freundschaften“ mit einem Klick?

Was mich noch mehr beschäftigt:
Wir nennen Menschen „Freunde“, weil wir eine Anfrage bestätigt haben.

Aber ist das Freundschaft?

Für mich bedeutet Freundschaft:

Vertrauen.
Ehrlicher Austausch.
Unterstützung.
Begegnung auf Augenhöhe.

Eine Freundschaft entsteht nicht durch einen Button.

Und doch merke ich etwas sehr Spannendes:
Wenn wir beginnen, diese digitalen Bekanntschaften ins echte Leben zu holen, verändert sich alles.

Vom Like zum Kaffee

In den letzten Monaten haben mich viele von euch angeschrieben:

„Wollen wir uns mal auf einen Kaffee treffen?“
„Ich habe eine Idee für eine Ausstellung.“
„Lass uns persönlich sprechen.“

Und plötzlich passiert etwas Wunderschönes.

Es sind keine Fremden mehr.
Ihr kennt meine Kunst.
Ihr kennt meine Gedanken.
Und ich möchte wissen, wer ihr seid.

Da entsteht eine neue Ebene.
Ein echter Austausch.

Und genau das ist der Grund, warum ich trotz aller Kritik hier bleibe.

Nicht wegen der Plattform.
Sondern wegen euch.

Der Frühling steht vor der Tür

Vielleicht ist jetzt genau die richtige Zeit, dich selbst zu fragen:

Wie viel Zeit verbringe ich online?
Was macht das mit mir?
Mit meiner Kreativität?
Mit meiner Gesundheit?

Natürlich dürft ihr meine Reels weiterhin anschauen – und auch liken.
😉

Aber vielleicht gehen wir gemeinsam einen Schritt weiter.

Mehr echte Gespräche.
Mehr echte Begegnungen.
Mehr Kaffee statt Kommentar.
Mehr Stimme statt Textnachricht.

Warum ich trotzdem hier bleibe

Weil ich sehe, dass es berührt.
Weil ich sehe, dass Kunst Menschen verbindet.
Weil ich sehe, dass aus digitalen Kontakten echte Begegnungen entstehen können.

Ich möchte hier nicht nur senden.
Ich möchte auch empfangen.

Erzählt mir, was ihr macht.
Was euch bewegt.
Ganz egal, ob kreativ oder nicht.

Lasst uns soziale Medien als Brücke nutzen –
nicht als Ersatz für das echte Leben.

Und vielleicht ist genau das die neue Haltung:

Nicht gegen soziale Medien.
Aber bewusst.
Nicht oberflächlich.
Sondern echt.

Ich freue mich auf den echten Austausch mit euch.
Online – und noch viel mehr im echten Leben.

Julia 🤍

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