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Fraktale Ordnung III

Fraktale Ordnung III

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Rahmen

Die Rahmen meiner Werke sind alle vom Tischler aus Fichtenholz gefertigt.
Der Preis des Rahmens ist abhängig von der Größe des Bildes.
Richtpreis 0,50€/cm.

Beschreibung

Über das Werk

Technik Acryl auf Leinwand
Größe 120 x 60cm
Jahr 2025
Ort Innsbruck



Fraktale Ordnung III bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Chaos und Struktur, zwischen natürlicher Unregelmäßigkeit und dem menschlichen Wunsch nach Ordnung. Das Werk besteht ausschließlich aus Schwarz und Weiß – reduziert, klar und zugleich voller Tiefe. In unzähligen feinen Linien verdichten sich die Formen zu komplexen Strukturen, die stellenweise beinahe vollständig im Schwarz verschwinden und dennoch immer wieder neue Muster sichtbar werden lassen.

Ausgangspunkt des Werkes ist das Prinzip des Fraktals. Fraktale sind Strukturen, die sich in ähnlicher Form immer wiederholen und sowohl in der Mathematik als auch in der Natur vorkommen. Man findet sie in Blattadern, Schneeflocken, Küstenlinien, Baumkronen oder Flussläufen. Sie folgen einem inneren Aufbau, einem wiederkehrenden Rhythmus – und dennoch existieren darin immer kleine Abweichungen, Verschiebungen und Unregelmäßigkeiten. Gerade darin liegt ihre Lebendigkeit.

Auch die Natur selbst kennt keine vollkommen starre Ordnung. Sie bewegt sich vielmehr in einem empfindlichen Gleichgewicht zwischen Struktur und Freiheit. Ein Blatt gleicht nie exakt dem anderen, und doch erkennt man eine klare Formensprache. Eine Spirale erscheint nahezu vollkommen, bleibt jedoch organisch und niemals mathematisch perfekt. Genau diese Spannung greift Fraktale Ordnung III auf.

Das Werk stellt die Frage, wie viel Chaos notwendig ist, damit Ordnung überhaupt lebendig wirken kann. Wann empfinden wir etwas als harmonisch – und wann beginnt Unruhe? Ist Ordnung etwas Objektives oder ein zutiefst individuelles Empfinden?

Die Arbeit erinnert dabei an alltägliche Momente: an Herbstblätter, die über einen Weg geweht werden. Man beginnt sie zusammenzukehren, versucht Ordnung herzustellen, und dennoch bleiben einzelne Blätter zurück. Irgendwann entsteht jener Punkt, an dem man innehält und entscheidet: Jetzt ist es stimmig. Nicht perfekt – aber ausreichend ruhig, ausreichend geordnet.

Gerade darin eröffnet das Werk einen philosophischen Raum. Es lädt dazu ein, die eigene Beziehung zu Kontrolle, Struktur und Loslassen zu hinterfragen. Wie viel Unvollkommenheit können wir zulassen? Und existiert perfekte Ordnung überhaupt – oder ist wahre Ordnung vielleicht gerade das Akzeptieren kleiner Abweichungen?

Durch die Verdichtung der Linien entsteht eine visuelle Bewegung zwischen Ruhe und Überforderung, zwischen Klarheit und Auflösung. Das Werk fordert den Blick heraus, genauer hinzusehen und sich selbst innerhalb dieser Strukturen wiederzufinden.

Fraktale Ordnung III versteht Ordnung nicht als starres System, sondern als etwas Organisches – als einen lebendigen Zustand, der sich ständig verändert und dennoch einem inneren Gleichgewicht folgt.

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